Die psychische Gefährdungsbeurteilung – ein langsames herantasten

Seit Ende 2013 sind alle Arbeitgeber verpflichtet eine psychische Gefährdungsbeurteilung innerhalb ihres Unternehmens durchzuführen. Berechtigt ist diese gesetzliche Auflage allemal. Laut dem Report der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gingen 2016 insgesamt 16,2% aller 17,2 AU-Tage pro Arbeitnehmer auf eine psychische Erkrankungen zurück, welche nach Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems inzwischen die zweithäufigste Krankheitsursache darstellt. Besonders betroffen sind Berufe mit regelmäßigem Kundenkontakt und zwischenmenschlichen Interaktionen wie Lehrer/innen und Krankenpfleger/innen.

Bisher scheint es, dass das Thema in Unternehmen jedoch nur stiefmütterlich behandelt und noch zu selten umgesetzt wird. Denn seit 2013 nimmt die Zahl der Ausfälle stetig zu. Allein zwischen den Jahren 2015 und 2016 stieg der Anteil an Ausfalltagen aufgrund psychischer Erkrankungen von 14,8% auf 16,2%.
Diese Tatsache offenbart zudem, dass eine große Unsicherheit bezüglich der Umsetzung innerhalb der Betriebe herrscht. Zumal eine ressourcenschonende und nachhaltige Umsetzung und gleichzeitiger Integration aller Mitarbeiter sehr schwierig scheint.

Die WEKA Media Group empfiehlt daher mit einer einfachen Befragung innerhalb einer Abteilung oder Gruppen zu beginnen und sich folglich langsam an eine passende Form der Durchführung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung, mit dem Ziel die Gefährdungsbeurteilung erfolgreich und langfristig am Arbeitsplatz zu integrieren, heranzutasten.

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